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Kühlaggregate für Milchkühlung
Ein Kühlaggregat in der Milchwirtschaft muss Rohmilch unmittelbar nach dem Melken von etwa 35 °C auf 4 °C absenken, um Keimwachstum zu stoppen und Qualitätsverluste zu vermeiden. Ein modernes Kühlaggregat Milchkühlung arbeitet dabei mit Leistungen von wenigen kW in kleinen Betrieben bis über 100 kW in Sammelstellen. Entscheidend sind stabile Vorlauftemperaturen, kurze Abkühlzeiten unter 2 Stunden und eine gleichmäßige Temperaturhaltung im Tank. Luftgekühlte Systeme sind flexibel installierbar, während wassergekühlte Varianten höhere Effizienz bei Dauerbetrieb bieten.
Typische Ausführungen umfassen Monoblock-Geräte für Direktkühlung sowie Split-Systeme mit separatem Verflüssiger. Ein Kühlaggregat für Milchkühlung wird oft mit Plattenwärmetauschern kombiniert, um die Vorkühlung über Brunnen- oder Leitungswasser zu realisieren. Dadurch sinkt die elektrische Leistungsaufnahme um bis zu 40 %. Bei größeren Anlagen kommen Eisspeicher oder Glykolkreisläufe zum Einsatz, die Lastspitzen glätten und Nachtstrom nutzen können.
Kühlaggregat Milchkühlung: Bauarten und Leistungsdaten
Bei der Auswahl eines Kühlaggregat Milchkühlung spielen Verdichtertyp (Scroll, Kolben), Kältemittel und Regelung eine zentrale Rolle. Scrollverdichter arbeiten vibrationsarm und effizient im Teillastbereich, während Kolbenaggregate robuster gegenüber Lastwechseln sind. Übliche Kältemittel sind R134a oder neuere Alternativen mit geringerem GWP. Die Leistungskennzahl COP liegt praxisnah zwischen 2,5 und 4, abhängig von Außentemperatur und Verflüssigungskonzept.
Ein Wasserkühler für Milch wird häufig eingesetzt, wenn konstante Kühlbedingungen gefordert sind. Hier sorgt ein Plattenwärmetauscher für schnelle Wärmeabfuhr, während Pumpen und Ventile die Durchflussmengen exakt regeln. Wichtige Parameter sind:
- Kühlleistung: abgestimmt auf Melkmenge pro Stunde
- Temperaturbereich: Ziel 3–4 °C im Lagertank
- Energiebedarf: kWh pro Liter Milch
- Reinigung: CIP-taugliche Materialien und glatte Oberflächen
Ein weiteres Kühlaggregat Milchkühlung kann als Redundanz dienen, um Ausfälle zu vermeiden und Wartungszeiten ohne Produktionsstopp zu ermöglichen.
Kühlaggregat für Milchkühlung: Auswahl, Betrieb und Kosten
Die richtige Dimensionierung eines Kühlaggregat für Milchkühlung basiert auf Tagesmilchmenge, Melkintervallen und Umgebungstemperatur. Faustwerte reichen nicht aus: entscheidend sind reale Lastprofile. Zu große Anlagen takten häufig und verlieren Effizienz, zu kleine erreichen die Solltemperatur nicht rechtzeitig. Auch Schalldruckpegel unter 70 dB(A) und platzsparende Bauweise sind in Stallnähe relevant.
Beim Betrieb beeinflussen regelmäßige Wartung, saubere Wärmetauscherflächen und korrekt eingestellte Expansionsventile die Effizienz direkt. Wer ein System kaufen oder mieten möchte, sollte neben dem Preis auch Serviceintervalle, Ersatzteilverfügbarkeit und Garantiebedingungen berücksichtigen. Ein weiterer Aspekt ist die Integration in bestehende Milchtanks und Steuerungen.
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