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Wärmerückgewinnung Kältemaschinen
Eine Kältemaschine mit integrierter Wärmerückgewinnung nutzt die bei der Kälteerzeugung entstehende Abwärme gezielt weiter, anstatt sie über Rückkühler ungenutzt an die Umgebung abzugeben. Typische Leistungsbereiche industrieller Anlagen liegen zwischen 20 und über 1000 kW Kälteleistung, während gleichzeitig nutzbare Heizleistungen von 30 bis 120 % der Kälteleistung erreicht werden können. Entscheidend ist die Auslegung der Verflüssigerstufe: Plattenwärmetauscher oder Rohrbündel ermöglichen Warmwassertemperaturen von 35 bis 60 °C, in Sonderfällen bis 70 °C. Damit eignet sich das System für Prozesswärme, Raumheizung oder Warmwasserbereitung in Produktionsbetrieben.
Wärmerückgewinnung Kältemaschine: Funktionsprinzip und Auslegung
Bei der Wärmerückgewinnung Kältemaschine wird die Kondensationswärme des Kältemittels nicht vollständig an die Außenluft oder Kühlwasser abgegeben, sondern über einen zusätzlichen Wärmetauscher ausgekoppelt. Luftgekühlte Varianten wie ein heat recovery air cooled Chiller kombinieren Verflüssigerregister mit separaten Rückgewinnungsmodulen, während wassergekühlte Systeme über Zwischenkreise arbeiten. Die Regelung steuert Prioritäten zwischen Kälte- und Wärmeanforderung, typischerweise über Dreiwegeventile und Drehzahlregelung der Verdichter.
Für die Auswahl sind mehrere Parameter entscheidend: Kälteleistung in kW, erforderliche Vorlauftemperatur der Wärme, Teillastverhalten und Betriebsstunden pro Jahr. Ein heat recovery Chiller erreicht die beste Wirtschaftlichkeit bei gleichzeitiger Kälte- und Wärmenachfrage über viele Stunden, etwa in der Lebensmittelindustrie oder Kunststoffverarbeitung. Auch ein Kaltwassersatz mit Wärmerückgewinnung kann in bestehenden Anlagen nachgerüstet werden, sofern hydraulische Einbindung und Pufferspeicher korrekt dimensioniert sind.
Kältemaschine mit Wärmerückgewinnung im industriellen Einsatz
Eine Kältemaschine mit Wärmerückgewinnung wird in Branchen eingesetzt, in denen kontinuierlich Prozesskälte und gleichzeitig Wärmebedarf bestehen. Beispiele sind Spritzguss, Brauereien, Molkereien oder Rechenzentren mit Gebäudeheizung. Ein Kühlaggregat mit Wärmerückgewinnung kann dort den Gesamtenergieverbrauch um 20–40 % senken, abhängig von Laufzeit und Temperaturniveau. Besonders effizient arbeiten Systeme mit Schrauben- oder Scrollverdichtern in Kombination mit Frequenzumrichtern.
In der Praxis kommen sowohl neue als auch gebrauchte Anlagen zum Einsatz. Ein heat recovery air cooled Chiller ist oft die erste Wahl bei begrenzter Wasserverfügbarkeit, während wassergekühlte Lösungen bei hohen Leistungen Vorteile bieten. Wer eine Anlage kaufen oder mieten möchte, sollte auf geprüfte Betriebsdaten achten: Drucktest, elektrische Messungen, Ölzustand, Dichtheit, Regelung und Leistungsprüfung unter Last sind Mindestkriterien. Die Wärmerückgewinnung Kältemaschine muss zudem exakt auf das hydraulische System abgestimmt werden, um Takten und Effizienzverluste zu vermeiden.
Wichtige Auswahlkriterien im Überblick:
- Leistungsbereich: Abstimmung von Kälte- und Heizleistung in kW
- Temperaturniveau: benötigte Warmwasser- und Kaltwassertemperaturen
- Betriebsprofil: Volllaststunden und Teillastverhalten
- Kältemittel: Effizienz, Verfügbarkeit und regulatorische Anforderungen
- Integration: Einbindung in bestehende Hydraulik und Regelung
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